Nicht zuletzt zur Wertschätzung der Besucherinnen und Besucher, die sich als Lernende oder Lehrende im Gustav-Heinemann-Haus aufhalten, nutzt die Justizakademie ihre vielfachen architektonischen Besonderheiten für ein abwechslungsreiches Kulturangebot unter anderem mit Bilder- und Skulpturenausstellungen.


Aktuelle Ausstellung in der JAK präsentiert Bilder und Kunstwerke der Künstler Annika Türk, Petra Hülsmann, Regina von Oldenburg und Josef Zwernemann

4 Künstler

In einer Gemeinschaftsausstellung präsentiert die Justizakademie die Werke der Künstlerinnen v.l.n.r. Regina von Oldenburg, Annika Türk und Petra Hülsmann sowie des Recklinghäuser Künstlers Josef Zwernemann.

Vernissage

Bei der Vernissage am 3. Mai konnte Fortbildungsdezernent Detlef Feige rund 35 Gäste in der Justizakademie begrüßen.

Annika Türk ist staatlich anerkannte Erzieherin, zertifizierte Kunstpädagogin sowie Diplom Kunsttherapeutin und ist seit 2008 im Brustzentrum Kreis Recklinghausen tätig. Dort leitet sie das „Offene Atelier“ im St. Vincenz Krankenhaus und im Prosper Hospital. Malen und Gestalten begleitet Annika Türk bereits seit ihrer Schulzeit. Ihr besonderes Interesse gilt dabei der Aquarelltechnik, dem Zeichnen, der Öl-Malerei, Arbeiten mit Speckstein, Ton, Holz und Installationen. Die Auseinandersetzung mit den verschieden Techniken und Inhalten hat ihren künstlerischen Prozess geprägt. Die Naturverbundenheit und das gestalterische Tun sind ein wichtiger Energiegeber in der Arbeit von Annika Türk.

Die 1969 in Fröndenberg geborene Petra Hülsmann, studierte nach dem Abitur Wirtschaftswissenschaften in Dortmund und Buffalo. Seit 2000 ist sie mit einer Internetagentur selbstständig. Eine schwere Erkrankung im Jahr 2010 brachte Petra Hülsmann durch einen Aufenthalt in einer Rehabilitationsklinik mit Kunst als Therapieform in Berührung. Die dabei erlebten Erfahrungen haben sie so nachhaltig und tiefgehend beeindruckt, dass sie nach ihrer Rückkehr eine Kunsttherapeutin gesucht hat. Seit dieser Zeit malt sie regelmäßig, nicht nur in dem „Offenen Atelier“ im St. Vincenz Krankenhaus, sondern auch in ihren eigenen vier Wänden. Begonnen hat Petra Hülsmann mit Acrylmalerei und fing früh an, mit verschiedenen Materialien zu experimentieren; Papier, Pappe, Sand, Schellack, Holz oder auch Kaffee. Mit den reinen Pigmenten, trocken auf den Untergrund aufgetragen oder pastos mit einem Binder, bringt sie Farbigkeit in ihre Werke. Für Petra Hülsmann ist es wichtig, die Entstehung eines Bildes als kreativen Prozess zu sehen. Im Laufe des Entstehungsprozesses kommt es dann durch den mehrschichtigen Auftrag der verschiedenen Materialien zu den Ergebnissen, die nicht immer von Beständigkeit sind, sondern auch wieder mit einer neuen Schicht bedeckt werden.

Regina von Oldenburg ist Jahrgang 1964. Nach der Ausbildung zur Gärtnerin und dem Studienabschluss zur Dipl.-Ingenieurin für Gartenbau arbeitet sie seit 1992 als Umweltpädagogin. Seit 2011 nimmt Regina von Oldenburg am „Offenen Atelier“ unter der Leitung von Annika Türk im St. Vincenz-Krankenhaus teil. Bevorzugt arbeitet sie mit Pigmenten und Naturobjekten. Für sie ist das Gestalten mit Pigmenten nicht berechenbar. Durch das Auftragen mit Stoffresten oder mit bloßen Händen besteht eine direkte Verbindung mit dem entstehenden Werk. Kein anderer Gedanke existiert im Kopf. Es gibt nur das Hier und Jetzt und das, was die Pigmente zum Ausdruck bringen. Schon immer war für Regina von Oldenburg die die Natur, das „Draussen“ eine wichtige Kraftquelle. Angeregt durch das „Offene Atelier“ streifte sie in ihrer Genesungsphase durch die Natur und entdeckte immer neue, ganz natürliche Objekte, die sie auf vorwiegend mit Erdtönen gestaltete Leinwände setzt.

Josef Zwernemann aus Recklinghausen ist der vierte Künstler der derzeitigen Ausstellung in der Justizakademie. Bereits seit der frühen Jugend hat er sich für Kunst interessiert. Später standen aber Ausbildung, Beruf und Familie im Mittelpunkt. 1995 hat Josef Zwernemann sein Interesse für Malerei und Kunst wiederentdeckt und hat sich in der Bleistiftzeichnung, in Maltechniken sowie im Umgang mit Farben in Kursen und Seminaren weitergebildet. Seine ersten Bilder entstanden in Aquarell- und Acryltechnik auf Holz, Papier und Leinwand. Als Autodidakt befasst er sich mit Bildgestaltung unter Verwendung unterschiedlichster Materialien im gegenständlichen wie auch im abstrakten Bereich. Der Mensch ist häufig Mittelpunkt seiner Arbeiten. Aussehen und Ausdruck werden von ihm im Portrait bewusst überzogen. Auch politische Themen wie der sogenannte „Arabische Frühling „ fließen in seine Arbeiten ein. „Meine Bilder sollen nicht nur gefallen, Anregung und Diskussion sind mir wichtig“, so der Künstler, der bereits im Jahre 2013 mit seinen Bildern zu Gast in der Justizakademie war.

Die Ausstellung wird in der Justizakademie im Gustav-Heinemann-Haus noch bis zum 30. Mai 2018 zu sehen sein.


Die Skulpturenausstellung SHONA ART ist verlängert worden; sie wird bis auf weiteres zu sehen sein.

                    Dauerausstellung "Shona Art"

 

Seit geraumer Zeit ist in der Justizkademie die Dauerausstellung Faszination Wesen von Klaus Ogorek zu finden. Es handelt sich um Skulpturen aus Eisen, die der Künstler vornehmlich aus Schrott hergestellt hat. Die Motive für seine Arbeiten findet Herr Ogorek bevorzugt in der Märchenwelt (Fabelwesen und Tiere); er nutzt verschiedene Techniken, um den Gestalten das Absonderliche, Erdenferne oder Groteske zu verleihen. Durch die Arbeit mit Farbe gibt er den Skulpturen ebenso wie durch das Nichtbehandeln des Eisens ihre individuelle und fantastische Wirkung.

Im September 2013 hat Herr Ogorek die Ausstellung mit neuen Schrottskulpturen "aufgefrischt". Es gilt: Neuer Rost an alter Stelle.


                    JAKarte "Ogorek"