Zentrales Fortbildungsangebot der Justizakademie des Landes Nordrhein-Westfalen

Datum Kennziffer Titel
19.08.2019 - 23.08.2019 19F0118-1.1 Sicherheitsfragen - Deeskalations- und Sicherungstechniken - Erwerb der Lizenz - Justizvollzug (LB 1.2)
Kennziffer
19F0118-1.1
Ziel
Die Bediensteten kennen die gefährlichen Situationen im Dienstalltag, bei denen sie die Sicherungstechniken und Hilfsmittel zur Gefahrenabwehr einsetzen müssen. Sie kennen und sind informiert über das Zusammenwirken zwischen den Sicherungstechniken und Hilfsmittel zur Gefahrenabwehr und anderen deeskalierenden Maßnahmen.

Sie können den Nutzen für den Gebrauch im täglichen Dienst ableiten und die elementaren Sicherungstechniken zur Gefahrenabwehr anwenden und sind für das Thema sensibilisiert. Des Weiteren sind sie in der Lage, diese zu kombinieren und auszuführen.

Die Bediensteten sind durch die sich wiederholenden Übungen sensibilisiert. Sie kennen und beachten die Grundregeln beim Anlegen der Hand- u. Fußfessel. Sie kennen die erhöhten Risiken beim Transport zum Zwecke einer Aus- und Vorführung. Sie kennen die Besonderheiten der Körperschutzausstattung und können damit in jeder Situation sicher umgehen.

Sie sind über den theoretischen und praktischen Umgang mit dem Pfefferspray (RSG 3) umfassend informiert. Sie kennen die Richtlinien für den Umgang mit dem RSG 3 (Pfefferspray) im Justizvollzug des Landes Nordrhein-Westfalen und sind befähigt, die entsprechenden anstaltsinternen Fortbildungen verantwortlich zu leiten.
Inhalt
Die Bediensteten erhalten in dieser Veranstaltung unter fachlicher Anleitung Kenntnisse über den Umgang mit gefährlichen Situationen und erwerben unter anderem Fertigkeiten in den Sicherungstechniken und Hilfsmittel zur Gefahrenabwehr.

Um in Krisensituationen adäquat reagieren zu können, ist es unumgänglich, dass die eingesetzten Justizvollzugsbediensteten ein Deeskalationsmodell kennen und alle Möglichkeiten der Deeskalation ausschöpfen sowie die Sicherungstechniken und Hilfsmittel zur Gefahrenabwehr kennen und diese umfassend und sicher beherrschen.

Das fehlerfreie und sichere Vorgehen, insbesondere im Team, dient nicht zuletzt dazu, die Gefahr von Verletzungen bei allen Beteiligten möglichst gering zu halten. Ein besonderes Augenmerk ist auf das Beachten der Verhaltensregeln bei Aus- und Vorführungen von Gefangenen mit Gefangenentransportwagen nach den Richtlinien für den Bereich der Sicherheit und Ordnung in den Justizvollzugsanstalten des Landes Nordrhein-Westfalen gerichtet. Ein weiteres besonderes Augenmerk wird auf die Vermeidung des „Positional-Asphyxia-Phänomen" (Lagebedingter Erstickungstod) gelegt.

Der sichere Umgang mit dem Pfefferspray (RSG 3) ist ein weiterer Schwerpunkt des Erwerbs der Qualifikation Übungsleiterin / Übungsleiter Sicherungstechniken und Hilfsmittel zur Gefahrenabwehr.
Voraussetzungen
Die Veranstaltung richtet sich an Bedienstete, die erstmals eine DST-Trainer-Lizenz erwerben. Die DST-Lizenz wird durch die erfolgreiche Teilnahme an insgesamt drei - jeweils 5-tägigen - Veranstaltungen erworben. In Verbindung mit der Sportübungsleiter-C-Lizenz sind die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dazu berechtigt, als DST-Trainer/in in der Anstalt tätig zu sein.
Zielgruppe
Laufbahngruppe 1.2
Methoden
Präsentation, Vortrag, Rollenspiel, Team -, Einzel - und Gruppenarbeit. Das StVollzG, die einschlägigen VVen, die RVen vom 12.07.1999 und vom 22.08.2002 (2403 - IV A. 13) bilden das Regelwerk.
Ansprechpartner/-in
Martina Krusch
02361 481-204
Datum
19.08.2019, 10:00 Uhr - 23.08.2019, 18:00 Uhr
Ort
Justizvollzugsschule des Landes Nordrhein-Westfalen
Wuppertal